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Wermutstropfen. Herzstich. Seufz. Wohl wird man mit herausfordernden Dingen im Leben solange konfrontiert, bis man sie realisiert, eingesteht und darüber hinauswächst. Im Besten Fall.

Denn der Weg bietet meist mehrere Optionen an, entweder daran zu scheitern, daran zu zerbrechen und irgendwann aufzugeben oder eben: daran zu wachsen. Die vergangene Woche forderte mich einmal mehr in genau diesem Bereich mehr als heraus. 

Hinzu kommt: ich bin nicht mehr alleine im Boot. Da ist nun wortwörtlich eine MANNschaft mit an Board. Zusammen mit Mäni teile ich die Verantwortung des Steuers. Ablösend mit lieben Mitmenschen, die sich bereit erklären hie und da Kurs zu halten, während Mäni und ich fischen gehen ;).

Ja, ich bin ein Mensch, der gerne Herzenswünschen nachgeht, jedoch sind es heute nicht mehr nur die meinen, sondern ebenso die seinen und die ihren. Zerreissprobe? Ja, definitiv. Aber in der ganzen Zerrissenheit überkommt mich immer mehr eine Gelassenheit. Eine Gelassenheit darüber, wenn ich wieder und wieder stolpere. Eine Gelassenheit darüber mir selbst Wind aus den Segeln zu nehmen bis hin zur Gelassenheit über mich selbst.

Und eigentlich wäre es so simpel: Einfach meinem Vorbild hinten nach. Wohl hatte Gott auch viele Ideen auf einmal und doch teilte er sich alles auf sieben Tage auf als er die Welt schuf. Er nahm sich Zeit für die Basics wie Himmel und Erde, baute die Welt auf festem Fundament und vergass dabei kein einziges Detail wie der kleinste Stern. Herrlich!

Und weil heute Sonntag ist, ein kleiner Sunday Poetry Slam statt ein Lied ;).

Ich bin ein tanzender Cowboy ohne Pferd.
Ich bin die Hitze im kalten Winter.
Ich bin das Vogelgezwitscher aus dem Süden.
Ich bin ein Nomad in der Stadt und ein Städter in der wilden Prärie.
Ich bin der Luft so warm als er ging.
Ich bin die Gänsehaut auf meiner Haut.
Ich bin still, ich bin laut.
Ich bin.
Ich.

Ja, ich weiss - abstrakt. Aber genau so ist das Leben. Abstrakt bis hin zu abstrus. Weniger abstrus scheint mir mein neues Lieblingsstück im Winter vom Sommer: der Kaftan von Komana, den ich am liebsten jetzt und genau jetzt tragen möchte. 

Komana, ein Label, das keinen Kompromiss eingeht. Von der Auswahl und Kreation der Stoffe und Materialien, der Schnittentwürfe, Herstellung und Produktion bis hin zur fertigen Kreation spielt jeder Mensch, der dazu was beiträgt eine wichtige Rolle.

Was mich fasziniert: Stammeskunst und Folklore von der Welt der Künstler und Musiker sowie die Wunder der Natur finden sich in den Design Inspirationen von Nina und Livia, den beiden Schöpferinnen von Komana, vereint in jedem einzelnen Stück wieder, wie meinem Kaftan.

Weniger ist mehr und mehr heisst Qualität, Ethik und Nachhaltigkeit das Komana am Herzen liegt. Ein Herzschlag, der zählt, weil er auch für andere schlägt.

Und weisst du was? Weil less eben less ist, trage ich das schöne Stück mit einer schönen Leggings und Pullover auch durch die kalten Tage und denke mich dabei an warme Meeresbrisen, wildes Wellengetose erfüllt von wohlklingendem Möwengesang.

HAPPY SUNDAY

 

Photocredit: Tabea Reusser



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