OH LA LA

Oh là là, wie die Zeit vergeht. In 49 Tagen ist Frühlingsbeginn. In 146 Tagen ist der Sommer da - hopefully. In 328 Tagen ist Weihnachten und in 329 Tagen habe ich wieder Geburtstag. Und vor 38 Tagen erhielten wir für Lou das Aufgebot für den Kindergarten. Oh là là, wie die Zeit vergeht!

Kürzlich als ich Lou ins Bett brachte, mit ihm sang und betete und dann die gewohnte «Mami, no ei Minute chille» (er sagt wirklich chille :) mit ihm im Bett verweilte, strich ich ihm über seine Hände und Arme. Seine Haut fühlte sich so zart, weich und fein an, als würde ich sie nahezu nicht spüren, obwohl so nah und doch als wäre sie unantastbar. Und da durchfuhr es mich. Es ist nichts. Die Zeit, die wir glauben zu wenig zu haben.

Nach einem strengen Tag sei es nach der Arbeit oder mit den Kiddos :) ertappe ich mich, dass ich manchmal schlichtweg froh bin, wenn die Kiddos endlich im Bett sind. Dass mir manchmal auch eine Minute «chille» zu lange vorkommt, weil ich doch noch 1000end Dinge zu erledigen hätte, oder dass ich mich daneben lege und doch in Gedanken weit weg bin.

Ich will da sein, ich will geduldig sein, ich will sie geniessen, die Minuten, die Stunden, die langen Wintertage (mir so vorkommend, hach!). Das Wickeln, das hundertmal Nuggisuchen in der Nacht, das Schoppe-mache und die Minuten, wenn ich neben Lou und Ilay chillen kann.

Oh là là, wie die Zeit vergeht!

Und was in dreieinhalb Jahren alles geht. Das Selbstständigwerden von Lou fasziniert, begeistert und überrascht mich immer wieder, weil ich dies mit Lou ja alles zum ersten Mal erlebe. Es sind seine Ideen, seine Kreativität, sein Humor, sein eigener Charakter und manchmal schlichtweg sein «Gring» :). 

Oh là là, wie die Zeit vergeht!

Und wie vergänglich vieles ist, was wir nicht bräuchten. Ich hatte mich damals entschieden, dass wenn Kiddos in unser Leben kommen, ich versuchen möchte weiterhin frei, wild, beschwingt und unbeschwert durchs Leben zu gehen. Und mit Verlusten zu rechnen. Was mir ehrlich gesagt mit physischen Dingen einfacher fällt.

Es sind die Lieblingsvasen, die zu Bruch gehen, die Bilder, die von der Wand gerissen werden, die Möbel, die Andenken erhalten.

Das Bild «Oh là là» ist auf eine Forex-Platte gedruckt, könnte vielleicht Filzschreiber, Gegenstände, die angeschossen werden und Lippenstift- und Nagellack-Eskapaden überleben, wir versuchens - schliesslich werden wir alle älter, reifer und weiser.

Oh là là wie die Zeit vergeht!

Ich danke Posterlounge für dieses tolle Bild, und dass sie diesen Blog-Post so in dieser Form möglich gemacht haben. Bei Posterlounge findest du übrigens eine grosse Auswahl an tollen Bildern. Die Illustrationen haben es mir persönlich besonders angetan. Zudem finde ich deren Magazin äusserst inspirierend. Sei es für Wohntrends, Ratgeber oder alles was das Art & Living Herz begehrt.

 

SHOP THE LOOK
Jaaa, natürlich trage ich zu Hause nicht meine Schuhe, aber in meinen Hüttenfinken hätte ein solches Outfit nur halb so schmuck ausgesehen ;).

Dress: ONLY
Tights: Manor
Shoes: passoperpasso


 

 

Haha, von wegen frei, wild und unbeschwingt. Ich glaub ich muss mal ein Video unserer Fotosessions machen. Diese Pose hab ich ausprobiert, weil ja eventuell noch gut aussehen täte und Mäni meinte lediglich: der sterbende Schwan ;). Haha! 



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