ON THE BEACH

Ich bin am Strand. Meine Augen sind geschlossen. Meine Hände grabe ich tief ein und lasse das feine Fein durch meine Finger gleiten. Ich habe Zeit zum atmen, atme tief und geniesse es da zu sein.

Ich öffne meine Augen. Vor mir eine Schüssel feinstes Zopfmehl. Ich stehe in der Küche und das oben war einzig und alleine ein kleiner Tagtraum. Ok, nein, es war kein Tagtraum. Es war meine #metime.

Ich möchte dir heute gerne erzählen wie ich in der momentanen Situation zu #metime komme. Denn zur Zeit ist sie weniger oder sagen wir mal so: anders. Aber dieses anders definiert sich über die Gelegenheiten und Möglichkeiten. Vielleicht aber auch ein klitzekleines Verrücktheit, weil honestly, zur Zeit ist das mein Leben. Da sein. Immer. Und da wird man manchmal auch einfach verrückt. Das ist ok.

Einmal mehr sind es diese Bilder im Kopf. Wie hat den #metime auszusehen? Ich alleine am Strand? Ein ganzes Wochenende lang? Idealismus trifft Realismus. 

Mein Bild über #metime habe ich spätestens nach vergangenem März revidiert. Gefühlt hatte ich den ganzen Monat ein Kind auf mir. Es schien als wollten Yua und Zayn gar wieder zurück in meinen Bauch schlüpfen, so sehr nahe wollten sie bei mir sein, oder so sehr brauchten sie mich schlicht während dieser Krankheits-Odysee. Dabei selbst klar und bei mir zu sein forderte mich heraus. Die viele Nähe, die körperliche Nähe.

Ich habe begonnen zeitig ins Bett zu gehen (ok, vergangene Woche nicht mitgezählt ;). Ich habe begonnen ein- bis zweimal in der Woche morgens zeitig raus an die frische Luft zu gehen - oder abends, aber nicht zeitig. Sei es zum Joggen oder zum Spazieren. Ich habe begonnen in meinem Notizbuch meine Gebetsanliegen schriftlich festzuhalten. Für jedes Kind Dinge aufzuschreiben, die mich beschäftigen, die mich herausfordern und dafür zu beten. Ich habe begonnen vor dem zu Bett gehen ein Lied abspielen zu lassen und mir dieses einfach anzuhören. Ich habe begonnen beim Wäsche zusammen legen selbst wenn alle fünf Kiddos im gleichen Raum sind, #metime zu kultivieren.

Es ist eine einmalige Phase in meinem Leben. Nie wieder werde ich wohl so wenig Zeit für mich haben ;).

Irgendwie ist es auch befreiend dieses Gefühl. Bin ich damit versöhnt, dreht sich auch nicht mehr so wahnsinnig viel um mich. Ich bin genügsam und geniesse was ich habe, weil ich weiss, dass da plötzlich wieder Zeiten kommen, wo es wahnsinnig still und einsam wird. Ich mag gar nicht dran denken - nur manchmal ;).

HAPPY FRIDAY

PS: Dieser Strickpullover würde ich am Strand tragen. Oder beim Zopf backen in unserer Küche.  



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