Gerade esse ich einen Apfel. Während meine Zähne das süsse Fruchtfleisch zermalmen, denke ich an meine Bilder im Kopf. Und aus meinen Bildern im Kopf entsteht wiederum dieser Blog-Post. Und im nachfolgenden Blog-Post wiederum berichte ich über unsere vergangenen ersten so richtigen Skiferien en Famille ganz à la «meinen Bildern im Kopf».



«Einmal möchte ich als Familie so richtig in die Skiferien.» So, ich zu Mäni. Mit schönem Chalet, direkt an der Skipiste - ski-in/ski-out - wie man so richtig sagt und bestenfalls autofrei. Bedingungen, die das Fingerwundgoogeln garantieren. Durch einen glücklichen Zufall wurden wir sehr schnell fündig. Und vielleicht wirst nun auch du ohne wundgooglen fündig.
Rosswald, Kanton Wallis, 2600 Meter über Meer, autofrei - nur per Gondel erreichbar, mit Schneetöff, aka Squat-Taxi zum Chalet Glishoru.
Aber let me begin from the beginning. Weil Skiferien beginnen mit sovielen Menschen mit einer akribischen Planung. Was hilft, weil streng.
Hier verlinke ich eine Packliste, die mir Chatgpt generiert hat, auch habe ich um einen Essensplan gebeten, den aber auf unsere Wünsche angepasst und nicht abgespeichert. Wir haben all unseren Food wie im Ferienlager mitgeschleppt - drei Essenskisten - und kehrten nie in einer Beiz ein - Grund liest du später ;).



Auch mussten wir vorab ein paar Anschaffungen tätigen - Skihosen, die nicht mehr passten, fehlende Handschuhe - a neverending Story - Schals, und nicht zu letzt die Skiausrüstung für die Menschenskinder, die wir bei Ochsner Sport mieteten.
Mittels Packwürfeln schafften wir es unser Gepäck auf drei Taschen zu begrenzen, plus drei Essenskisten, eine Hockeytasche mit den Skischuhen, zwei Snowboards, fünf Ski-Paare und zehn Skistöcke. Bei der Gondel zahlt man pro Gepäcksstück CHF 2.00. Drum.
Es ging los. Die Vorfreude gross. Alles bei der Gondel-Talstation ausladen und bei der Gondel wieder einladen, oben wieder ausladen und anschliessend alles wieder ins Schneetaxi einladen, beim Chalet wieder ausladen und zuletzt ins Chalet hochtragen. Ja, ich spürte wie mir ein Rinnsal an Schweissperlen der Wirbelsäule entlang ran, es sollten nicht die letzten sein.

LE CHALET
Das Chalet war ein Chalet wie aus meinen Bilder im Kopf. Dieses befindet sich etwa 50 Meter von der Skipiste entfernt, ist aber doch so gelegen, dass man tiefe Ruhe empfindet. Kaum standen wir im lichtdurchfluteten Wohnzimmer mit der offenen Küche und dem einladenden Cheminéeofen, war uns klar, hier werden wir uns wohlfühlen. Ein Stockwerk weiter oben befindet sich eine liebevoll eingerichtete Kinderspielecke mit Tisch zum Basteln, Kuschelecke, Spielen und Büchern sowie zwei Schlafzimmer und ein Bad mit Dusche. Ein weiteres Schlafzimmer sowie Bad mit Dusche, Waschmaschine, Tumbler und Sauna befindet sich im Parterre.






Das Chalet verzaubert mit seinem ganz persönlichen Charme, der sich in vielen kleinen, geschmackvollen Details und einem harmonischen Einrichtungs-Stil widerspiegelt. Sorgfältig ausgewählte viele tolle Bücher und Spiele, eine gut ausgestattete Küche und nicht zuletzt eine eigene Sauna - es fehlte an nichts.
Vor allem um nochmals auf die Lage zu sprechen zu kommen - bei schönem Wetter laden die beiden Sonnen-Terrassen ein zum Sein und geniessen - Sonne im Gesicht und eine Sicht auf eine Bergkette, bei denen ich keinen einzigen Berg benennen kann. Zum staunen schön.






LE ROSSWALD
Rosswald ist ein überschaubares kleines und familiäres Skigebiet. Nicht überlaufen, auch an schönen Tagen mit kaum Wartezeiten an den Skiliften. Gerade weil das Gebiet so klein ist, haben wir die beiden ältesten Menschenskinder auch allein losskifahren lassen.
Das Kinderland befindet sich gleich bei der Gondel was für uns vielleicht der einzige «negative» Aspekt war, weil die drei jüngeren Menschenskinder erst noch am lernen sind - was bedeutete - jeden Tag drei Skipaare den Berg zum Chalet wieder hochtragen. A workout for free. Rinnsaal going strong.





LE UMGEBUNG
Auch im Sommer und Herbst soll Rosswald sehr schön sein – mit zahlreichen Wanderwegen und idyllischen Bachläufen. Während der warmen Monate befindet sich dort angeblich auch ein Badesee, genau an dem Ort, wo sich im Winter das Kinderland befindet.
Besonders schön finden wir, dass ein Wanderweg direkt beim Chalet beginnt – ausprobiert haben wir ihn allerdings nicht, aber das wäre definitiv einen Besuch in wärmeren Monaten wert.
Wir haben uns rundum wohl gefühlt - gerade auch weil alles so überschaubar war. Auch hat es ein kleines Berglädeli - das Magusii - bei welchem ich tatsächlich einem by board frisches Brot holte. Runterfahren, Tüte Glück bestücken und mit dem Lift wieder hochfahren. Das Einkaufserlebnis. Zudem hat es zwei Ski- & Snowboard-Geschäfte - für kaputte Bindungen oder falls was fehlt oder kaputt geht - Füdlebop ;). Und am Berg befinden sich drei Restaurants....




LA SEMAINE
Die Woche in der Höhe tat unglaublich gut. Die Bergluft, die Sonne, aber vor allem unser Zusammensein. Die viele gemeinsame Zeit draussen, die Spielsession - obsessed now by Ligretto - das zusammen Schwitzen nicht nur auf der Piste sondern jeden Abend bevors meist sehr früh ins Bett ging.
Mäni und ich wechselten uns jeweils halbtags ab. Entweder mit den älteren beiden Jungs Skifahren oder mit den jüngeren Dreien im Schnee spielen - Skifahren war für sie zweitrangig. Sie vergnügten sich vielmehr beim Iglubauen, Schlitteln und lustige Spiele im Schnee und das war sowas von Ok.









LE FAZIT
Es gefiel uns. Sehr sogar. Die Woche war streng und würde man all die Rinnsale zusammenzählen, ergäben sich darauf wohl Bäche. Aber es hat sich gelohnt. Der Tapetenwechsel und vor allem die Bergluft tat gut. Einzig le budget - das zerrt bei einer Grossfamilie auch bei einem kleinen Skigebiet.
Wenn du also was weisst, dass bezahlbar, familienfreundlich und bizli wie meine Bilder im Kopf ist - let me unbedingt know & contact me via contact@dbybaumann.ch. Mille Merci!


LE KOSTEN
Miete Chalet - CHF 2'085.00 (bereits abzgl. 20% Rabatt)
Miete Ski - CHF 550.00 (für fünf Menschenskinder)
Essen/Verpflegung - CHF 300.00
Skiabos/Gondel/Transport Taxi - CHF 576.00
1x Volltanken - CHF 130.00
Fehlender Stuff (Handschuhe, Snowboardschuhe, Jacken, etc., kaputte Bindung) - 420.00
Kaputter gegangener Füdlibopp und Feldstecher (gosh), CHF 106.00
TOTAL = 4'166.00




Ach stimmt - fast vergessen... weshalb wir nie in ein Restaurant einkehrten für eine Portion Pommes... wollten wir, aber ich leide unter Osmophobie und in jener Beiz, die sicherlich sonst gut ist, aber als ich eines der Menschenskinder fürs Pinkeln begleitete - haute es mich nahezu aus den Snowboardboot. Evlt. lüfteten Menschen da auch ihre Skischuhe - don't know - umso schonender für unser Budget ;).
HAPPY FRIDAY
