SONNTAGS-SINN: FREUD & LEID

Diese Woche war intensiv. 

Zwei wichtige Menschen von uns gaben sich das JA-Wort. Mein Kindheits-Pastor verstarb an Krebs.

Ich war an einer Hochzeit und an einer Beerdigung und alles innerhalb von 24h. Freud und Leid. Ich bin am hadern, verstehs nicht, bin wütend, bin traurig – es gehört zum Leben.

Rosenblätter rieseln auf das Grab, Rosenblätter säumen den Weg zum Altar. Sich trauen und freuen. Sich trösten und trauern.

Es gibt Entscheidungen, die wir in der Hand haben – wie ein JA-Wort und es gibt Entscheidungen, die gefällt werden – wie der Tod. Beides ist Teil des Lebens. Und wie wir damit zurechtkommen ist jedem Einzelnen von uns selbst überlassen. Erlebe ich zwei solcher Extreme so nah geballt aufeinander, stelle ich fest, dass das Leben unberechenbar ist - ich nichts in der Hand habe und ständig diesen beiden Gegensätzen gegenüberstehe. Wir sind stark – wir sind schwach. Wir wollen halten, müssen aber loslassen.

Genau dieses Bewusstsein ist für mich, als stünde ich am Rande der Welt und würde dem Geschehen wie einem Theaterstück zu sehen. Mal als Komödie, mal als Tragödie, mal als Drama, mal als Thriller und mal als Romanze.

Und dabei stelle ich fest, dass ich es gar nicht mitentscheiden möchte, welches Theaterstück spielt, sondern mich vielmehr darauf einlasse, wie ich mitschaue. Mit wachsamen Augen, offenem Herzen, bewusstem Sinn und klarem Geist.

Dieser Blog-Post scheint mir so nicht zu Ende zu sein, aber braucht es das?

 



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