trip tip trub

Bei aller Löwen-Liebe... hin und wieder brauchen Mäni und ich Zeit zu zweit und planen in unregelmässig-regelmässigen Abständen einen Wochenend-Trip nur für uns beide ein.

So stand für das vergangene Wochenende fest: wir beide brauchten dringend frische Luft, Ruhe und einfach nur uns beide. Es verschlug uns ins tiefste Emmental, hinten im Trubschachen bei Trub, oben auf der Alp Oberaltösch (chunnsch drus? ;), wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.

Wenn ich da oben bin, habe ich das Gefühl ich kann atmen. Diese Weite, diese Hügel und Berge, dieses wenige Volk. Die Luft ist klar und pur. Wenn auch mit einem Hauch Kuh-Sch... mack :). 

Als wir ankamen, wurden wir herzlich vom Hofhund «Charly» empfangen. Es war Liebe auf den ersten Blick und er liess uns nicht mehr aus den Augen.

Auf der Alp Oberaltösch findest du ursprüngliche Romantik. Die Familie Leuenberger betreibt hier eine wahre Oase. Es hat ein Beizli mit feiner Emmentaler-Kost und wer länger als eine Mahlzeit fernab vom Lärm der Stadt weiter entschleunigen will, hat die Möglichkeit auf eine Übernachtung im Spycher oder im Zimmer mit WC/Dusche. Es hat, was es braucht und reicht völlig aus. UND there is no net! Ok, oder je nach Wolkenlage... und du darfst natürlich auch das WLAN von Irène anzapfen ;).

Dieser Spycher ist einfach zu schnucklig! Und die Tür zum hinknien :).

Das Wetter lud zu einem Spaziergang ein. Mäni und ich schnürten unsere Turnschuhe und liefen los. Wir entdeckten einsame andere alte Spycher, Blumen, die von der Frühlingssonne begrüsst wurden, holziges Gold und meine Lieblingskühe.

Wir liefen und liefen und liefen... über Wiesen, durch Schnee und über Stock und Stein... mit dabei Charly, der uns begleitete und sich hin und wieder eine Abkühlung gönnte...

Wir haben soviel geredet, uns upgedated und einander tiefsinnige und weniger tiefsinnige Fragen gestellt. Seit der Beerdigung meiner Omi wurde mir bewusst, wie wenig Wichtiges wir über unsere Liebsten wissen. Obwohl diese Person tagtäglich da ist, hat man keine Ahnung was dessen Lieblingsfarbe, oder Lieblingsessen ist, oder das prägendste Kindheitserlebnis war.

So wurde aus dem Spaziergang eine regelrechte Wanderung. Und wir haben uns verlaufen. Oder nach Mäni «die Richtung verfehlt» (Räusper). Aber wir hatten ja genug Gesprächsstoff. Von den Bauern, die wir hin und wieder angetroffen haben, kam plötzlich kein «Grüässach» mehr sondern ein «Grüezi». Wir landeten in Luzern! Und ich Geographie-Banause habe dann auch kapiert, dass die Grenze eben bei Trub angrenzt - und wir doch nicht durch die halbe Schweiz gewandert sind :).

Ja, wir kamen uns vor wie Stadtkinder. Aber die Stadtkinder habens geschafft! Hier der Markierungsstein der Grenze - eben: Trub - Luzern, olé ;)!

Nach einigen Stunden sind wir müde und heil zurückgekehrt. Irène war so lieb und hielt für uns einen warmen Hot-Pot bereit. Oh, wie war das schön! 

Es war so wohltuend! Aber ich kann dir sagen, da oben ging ein Lüftlein, aber mit meiner Kappe hatte ich wohlig-warme Ohren. Wir schlossen die Augen und haben den Moment genossen. Dabei fragte ich Mäni: «Was hörst du?» Er: «Ein Staubsauger» (Irène's ;), Ich: «Nein, was hörst du noch?», Er: «Einä, wo fuschtät» (Urs in der Scheune), Ich: «Nein, jetzt hör genau hin, was hörst du?» Mäni: «Vogelgezwitscher!» Aaaaahhhh, wir haben so gelacht:).

Das ist nicht meine Hand um Mänis Hals ;).

Nach dieser Wanderung und dem ausgiebigen Baden waren wir hungrig. In der spychereigenen Küche kochten wir unser Lieblingsessen «Spaghetti alla stuliundstuli».

Wir sassen lange bei Kerzenschein draussen und genossen die Ruhe.

Am nächsten Morgen wurden wir von «Vogelgezwitscher» geweckt. Der Spycher liegt gleich neben dem Bauernhaus der Familie Leuenberger, so dass wir in den Finken zum Zmörgelen rüberschlarpen konnten. Uns erwartete ein herrlicher Brunch in der urchig-rustikalen Bauernstube! 

Mit der wohl leckersten Rösti ever - kross und knackig! Irène und Urs haben die Gastfreundschaft so was von in die Wiege gelegt bekommen. Da standen sie beide im Jobsharing in der Küche. Urs bereitete die Eier zu und Irène schaute zum Rest ;). Es tat gut auszutauschen, wie ihr Alltag aussieht, was im Leben bei ihnen so geschieht, herzhaft zu lachen und mehr über die beiden zu erfahren (ein hinreissendes Paar!).

Am Sonntagnachmittag stand Lesen und Tee trinken auf dem Programm - herrlich!

So, und nun kommts! Auch du und dein Liebster, deine Liebste sollt bald wieder mal Zeit zu zweit haben!

So kommts, dass Irène (she rocks it there!) und ich unter all euren «Gefällt-mir's» (Hallo Plural?) meiner Facebook Seite style by dby und euren Kommentaren (auf Facebook oder direkt hier unten auf meinem Blog) folgendes verlosen:

Das Los wird am 30. April 2016 gezogen. Der Termin für die Übernachtung muss mit Irène direkt und nach Verfügbarkeit abgesprochen werden. Nun wünsche ich dir Good Luck! 

Und um nochmals heftig auf die Werbetrommel zu schlagen:

Es war der Luxus, kein Netz zu haben, es war der Luxus, frische Luft zu atmen, es war der Luxus vom Nichts umgeben zu sein. Es war der Luxus, eben keinen Luxus zu haben, sondern nur uns zwei! Ok, und Charly ;).

BÄM!



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