A PICTURE

Ich sitze auf der Bettkante in unserem Schlafzimmer. Abends scheint die Sonne besonders schön hinein. Sie scheint so klar und hell, dass jedes aufwirbelnde Stäubchen im Licht tanzt.

Die Wärme der Sonne fühlt sich wie ein sanftes Streicheln auf meinen Händen an. Ich bin müde. Es ist kurz vor 18.00 Uhr unsere Baumi-High-Life-Zeit steht bevor - oder ich bin bereits mittendrin ;). Ich seufze vor mich hin und mir geht durch den Kopf was alles noch hätte sein sollen und ich nicht erledigen konnte. Ich schliesse meine Augen. Ich bin so müde. 

Es sind die immer noch intensiven Nächte, aber auch einfach der intensive Alltag. Vieles fühlt sich wie ein Marathon an. Die Waschberge, die To Do's, die Musts. Die vergangenen Wochen fühlen sich unfokusiert ja nahezu konfus an.

Ich blicke wieder in das sanfte Licht. Eine Träne löst sich. Ich beobachte die Stäubchen. Sie wirbeln wild durch die Luft und da erscheint mir dieses Bild.

Ich mittendrin - im Versuch jedes Stäubchen einzufangen und hinterher jagen zu wollen. Es geht nicht. Das schaff ich nicht. Es sind zu viele. Die Stäubchen tanzen weiter. Meine Hände liegen mit offenen Handflächen auf meinen Knien. Ich muss nicht. Ich darf einfach hier sitzen, von mir aus auch ein bisschen vor mich hin weinen. Aber ich muss nicht. Ich darf einfach mit offenen Händen hier sitzen und dem Gewirbel und Getanze zusehen. Zusehen und loslassen. Einmal mehr.

Eine Dankbarkeitswelle - ich zähle alles auf wofür ich dankbar bin - überkommt mich. Yua kommt ins Zimmer gekrabbelt und strahlt mich an. Jetzt weine ich. 

Die vergangenen neun Monate mit den Zwillingen haben mich so vieles gelernt und tun es noch immer. Ich stelle vieles in Frage. Sie haben mich so sehr herausgefordert, sie haben mich so reich beschenkt. Und wenn ich so dasitze frage ich mich - was denn muss schon sein? 

Geduld. Zeit. Liebe. 

Ich atme. Was ich im Moment empfinde, muss er wohl sein: der Mental Load. Der bei Mäni aber genauso abgeht ;). So habe ich kurzerhand entschieden meine akribischen To-Do-Listen sein zu lassen und in tägliche Hei-wenn-es-einfach-geht-und-passt-Liste umzuwandeln und pro Tag jeweils die heissen drei zu erledigen.

Zudem haben Mäni und ich eine Wochen-/Monatsübersicht (gooosh unser KMU ;), wo drauf steht was wann gut wäre und von wem erledigt wird. Und wir haben begonnen uns gegenseitig zu loben, zu anerkennen, zu wertschätzen und einander Danke zu sagen. Letzteres versuche ich so stark zu kultivieren, dass oftes Danke sagen die Nörgeleien verjagen.

Denn Danke sagen tut gut.

 

HAPPY FRIDAY 

 

PS: Dieses Kleid ist mein Lieblingskleid für kommenden Sommer. Weil es luftig, leicht und aus weichem Musselin ist. Weil es das Kleid ist, auf das ich zurückgreife, wenn es morgens besonders schnell gehen muss. Weil es das Kleid ist, bei dem ich mich auch nach jeder Mahlzeit wohl fühle (yepp, mein Bauch fühlt sich abends immer noch bizli schwanger an) und weil dieses Kleid aus feinster Biobaumwolle besteht und ich so für meine Baby's quasi ein gehendes Nuschi auf Beinen bin ;), und einen tollen Schnitt hat und auch für ein tête-à-tête mit Mäni vielleicht einmal auf einer Dachterrasse durchgeht. Wir werden sehen was der Sommer bringt. Ich danke den Seidenkinder und MONKIND für dieses Kleid!

PPS: Apropos To Do's. Ja, ich habe tatsächlich To Do's, die schon über ein Jahr alt sind (da gäbe es im Fall auch noch ältere, but pssst). Sowie dieses Strickjäckchen von pret-a-faire aus der Strickbox zum selber stricken. Awhhh, wie ich es liebte zu stricken mit den beiden Baby's im Bauch. Dann wurde der Bauch grösser, die Geduld weniger und die Liebe, die blieb. Aber die Zeit, die fehlte definitiv und ich habe nach Lösungen gesucht. Die Lösung lautete Erika. Erika strickte für mich das Strickjäckchen fertig - in E I N E R  W O C H E ! Danke Erika für deine Zeit. Danke Susanne von pret-a-faire für deine Geduld. Ich trage das Strickjäckchen mit viel Liebe!



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