ME

Ich kann mich gerade nicht erinnern, ob ich hier auf dem Blog bereits darüber geschrieben habe, worüber ich jetzt schreibe und wenn ja schadets auch nicht, weil es mir so sehr am Herzen liegt.

«Mann kann nicht nicht kommunizieren.», sagt Paul Watzlawick. Und das stimmt. Angeblich können wir in 21 Gesichtsaudrücken unsere Gefühle zeigen. Und ja manchmal fehlen uns die Worte und wir können auf einen aus dem Repertoire von 21 zücken.

Die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren, wird uns in die Wiege gelegt. Später können wir sie vielleicht verändern, verbessern oder vertiefen, wenn wir wollen. 

Jetzt mit Kiddos wird mir mehr denn je bewusst, was kommunizieren bedeutet und ich glaube es beginnt damit uns selber zu beobachten, zu reflektieren und hin und wieder wird dir der Spiegel direkt von den Kiddos vors Gesicht gehalten.

Ich glaube fest daran, dass Worte Macht haben. Und da kommt mir das Reis-Experiment in den Sinn. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht weiss, ob dieses wirklich so stimmt und habe es noch nie ausprobiert. Es geht darum zwei Behälter mit gekochtem Reis zu füllen und jeden Tag dem einen mit Reis gefüllten Behälter schöne Dinge zu sagen und dem andern schlechte. Angeblich sei jener, dem schlechte Dinge zugesprochen wurde, ungeniessbar geworden, der andere nicht. Wie gesagt, obs stimmt weiss ich nicht.

Aber ich glaub bei uns Menschen trifft es zu. Wenn wir unsere Kiddos ermutigen, bestärken und Gutes über sie sagen, entwickeln sie sich zu wunderbaren eigenständigen Menschen.

Im Alltag fällt es mir längst nicht einfach immer das Positive und Schöne zu sehen und doch hab ich für mich so paar Grundregeln, die ich regelmässig breche, aber versuche mich daran fest zu halten.


RESPEKT
Wir möchten respektvoll miteinander umgehen. Sagen «Bitte» und «Danke» und «Hallo» und «Tschüss». Und hier eine kleine Anekdote: oft mahne ich meine Kiddos «sägeter o Hallo oder Tschüss», weil mir das so wichtig ist. Ich habe aber in einem Buch gelesen, dass es ausreicht, wenn wir lediglich vorleben und als Vorbild vorangehen, auch wenn die Kiddos in dem Moment nicht Grüssen. Von da an achte ich mich selbst sehr, was tu eigentlich ich. Und ich sag Mäni ja auch nicht: «Seisch ono Hallo!» ;). Was mich zum zweiten Punkt führt.

 

WERTSCHÄTZUNG
Wie spreche ich mit meinen Kiddos. Spreche ich mit ihnen wie mit Mäni und meinen Freundinnen? Wie spreche ich vor meinen Kiddos über sie. Kleine Anekdote: Mäni kommt nach Hause und wir tauschen uns über den Tag aus. Meist sind die Kiddos im Gewusel zwischen Spielsachen und unseren Beinen und dem z'Nachttisch.

Ich nehme mir so so so fest vor zuerst das Gute und Schöne von unserem Tag zu berichten. Natürlich werden auch Situationen angesprochen, die schwierig und nicht gut waren, aber mit Respekt.


Ich muss bei diesem Bild schmunzeln, weil Tabea's Fuss mit drauf ist. Ich lass es so, weil er irgendwie dazu gehört ;).

 

EMPATHIE
Ich glaube wir Erwachsenen sind manchmal so in unserem Film oder zu weit weg von unserem eigenen Kind sein, dass wir vergessen was Kiddos wollen und warum. Ich finde es ist an uns herauszufinden, was los ist (immerhin haben wir die 21 Gesichtsausdrücke inzwischen aus dem FF im Griff, Kiddos noch nicht).

Mir hilft es runter zu knien und zu fragen, was los ist. Manchmal fehlt mir dafür die Geduld und Zeit, aber es hat ganz oft schon so einfach Aufschluss gegeben UND wir kommunizieren, statt wenn ich Befehle erteile. 

Und so runter knien ist manchmal gar nicht schlecht, da siehst du nämlich die Perspektive aus Kinderhöhe und wenn ich mich selbst in ein Kiddo versetze aus Kiddoaugen.

Ich glaube wer kommuniziert, ist offener zu kooperieren. Die Frage zu stellen: Was stellst du dir vor? Mach mir einen Gegenvorschlag? Da passiert bei einem Kiddo mehr, als wenn es partout ausführen muss, was ihm befohlen worden ist.

Und ganz ehrlich? Ich glaube oft machen wir uns das Leben selber schwer, nur weil wir etwas im Kopf haben und weil das jetzt so sein muss. Mein Kiddo muss und soll nicht so sein wie ich es bin. Es soll Kiddo sein, das irgendwann zu einem eigenen ME wird.

Scheisse (exgüsi) dieser Post klingt irgendwie wie eine Moralpredigt und das solls nicht sein. Ich finde Kiddos haben, ist so individuell. Und doch - ich habe hier über den Blog und über die Social Media Kanäle schon so oft so viel Gutes für unsere Familienkultur mitnehmen können, das ich das gerne weitergeben möchte.  

Hui, und am Ende des Posts muss ich gestehen, dass ich eigentlich über diese wunderschöne Strickjacke schreiben wollte. Mein Liebstück für den Herbst und Winter, denn durch die kalten Tage ohne tollen Strick geht irgendwie nicht.

Ich habe das Label Numberblue (die Site wird zur Zeit überarbeitet) auf der Blickfang Designmesse, die schon bald wieder in Bern und Zürich stattfindet, entdeckt und I am in love! Maya von Numberblue kreiert wunderschöne Einzelstücke, die einzigartig und persönlich sind und dem individuellen ME entsprechen! 

Die Strickjacke gibts in verschiedenen Farben und hält wegen des Strickmusters schön warm. Der Kragen wärmt bis zu den Ohren und die Ärmel im Glockenschnitt fallen dir nicht in den Suppenteller. Genau was dem ME entspricht.

HAPPY TUESDAY



photocredit by lovely tabea reusser.



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